Agricampeggio Acqua di Friso
Località Arvani
88050 Cropani Marina (CZ)
Tel. 333 7290865
E-mail: acquadifriso@tiscali.it
P.I. 00917970790


Geschichte, Mythen und Legenden

DAS HEILIGTUM ACQUA DI FRISO

Auf den Hügeln von "Arvani", in der Ortschaft Acqua di Friso, Gemeinde Cropani Marina, wurden einige Gegenstände in Stein und Stücke von Obsidian gefunden. Diese Fundstücke haben die Experten dazu gebracht, die erste Besiedelung dieser Gegend bereits für die Jungsteinzeit anzunehmen.
Intensivere Forschungen haben es erlaubt, eine besonders interessante Grabungszone ausfindig zu machen, in dem sich Material aus der Zeit zwischen dem Ende des 7. und dem 5. Jahrhundert v. Chr. fand. Alles deutet stark auf eine Heilige Stätte hin, die wohl einst ein ländliches oder Grenz-Heiligtum war, vielleicht verbunden mit dem Kult des Wassers. Dies vor allem deshalb, weil sich noch heute in geringer Entfernung eine ständig fließende Quelle befindet, die Fundstücke darüber hinaus vor allem aus Behältern für Flüssigkeiten bestehen.

Zwischen anderen Artefakten (Kleinkeramik mit Votivcharakter, Tafelkeramik mit schwarzer Lackierung) fanden sich auch verschiedene Münzen, die in Crotone, Metapont und Sybaris geprägt worden sind. Das Auffinden zahlreicher Ziegelscherben ist eine weitere Bestätigung für die Existenz eines Gebäudes mit festem Dach. Es wurden auch sieben Stätten unterschiedlicher Größe gefunden, bei denen Überreste von alten Gebäuden ans Tageslicht kamen, darunter eine Art Werkstatt, von der aus die nahegelagenen Tonlagerstätten ausgebeutet wurden.

Detailliertere Informationen stellen wir unseren Gästen gerne zur Verfügung, führen sie auch im Ausgrabungsgelände umher.

Die Oberste Archäologische Behörde Italiens veranstaltet jedes Jahr Forschungs-Sommercamps, bei denen man unmittelbar eine Ausgrabung und die Restaurierung der Fundstücke miterleben kann. Unser Agro-Campingplatz bietet den Gästen die Möglichkeit, an diesen archäologischen Camps teilzunehmen. Man muß kein Experte auf dem Gebiet sein, es reicht das Interesse am Gegenstand, der Respekt vor den alten Kulturgütern und die Bereitschaft, in der Gruppe zu arbeiten. Für das 2004-Camp haben sich bereits einige ausländische Gäste angemeldet, vor allem Franzosen. Wenn auch Sie gerne dieses wunderbare Abenteuer Archäologie erleben wollen, schreiben wir Sie gerne ein.

MYTHOLOGIE UND LEGENDEN

"Ich war eine der achäischen Nymphen und niemand warf die Netze besser aus als ich und ich liebte die Wälder..."

So erzählte Ovid ( Metamorphosen Vers 572 ff.) die Geschichte der Umwandlung in der Quelle der Aretusa, einer Najade, einer Tochter des Meeresgottes Nereus und Doris. In der klassischen griechischen Literatur waren die Orte, die durch die Schönheit der Natur bezauberten, von Nymphen bewohnt, Dienerinnen von Diana, der Göttin der Wälder. Jede von ihnen übte sehr verschiedene Funktionen aus.

Die Najaden bewohnten die Quellen und stellten damit sicher, daß diese nie versiegten. Die von den Najaden geschützten Gewässer wurden als der Göttin lieb und teuer betrachtet. Einige hatten heilende Kräfte, einige sollten mystische Visionen hervorrufen und wurden als heilige Orte verehrt. Die schönste der Nymphen aber war Egeria, aus deren Vereinigung mit dem Sonnengott Helios die drei Grazien hervorgingen. Aretusa war wohl Teil des Hofstaates der Artemis, Arocha wurde, nachdem sie von einem Hirten beleidigt worden war, wurde von der Sonne, die sich im Fluß Crochio spiegelte, der diese Gegend durchfließt, verwandelt. Deswegen bezeichnete diesen Fluß auch der Historiker Plinius mit dem Ehrennamen Arocha: "Amnes navigabiles sunt Crotalus, Arocha" und tatsächlich galt der Fluß früher in der Nähe seiner Mündung als schiffbar.

Die Nymphen gibt es überall auf der Welt, aber um das Mittelmeer herum ist es besonders wahrscheinlich, sie zu erblicken oder ihre Gegenwart zu erspüren.
An einem Ort von außergewöhnlicher Schönheit wie diesem könnten Sie vielleicht soviel Glück haben, der Nymphe zu begegnen, welche die Quelle Acqua di Friso bewacht...

“Antiquarium Cropani”

Bildergalerie: Die archäologische Ausgrabungsstätte