|
Geschichte,
Mythen und Legenden
DAS
HEILIGTUM ACQUA DI FRISO
Auf
den Hügeln von "Arvani", in der Ortschaft Acqua di Friso, Gemeinde
Cropani Marina, wurden einige Gegenstände in Stein und Stücke von Obsidian
gefunden. Diese Fundstücke haben die Experten dazu gebracht, die erste Besiedelung
dieser Gegend bereits für die Jungsteinzeit anzunehmen.
Intensivere
Forschungen haben es erlaubt, eine besonders interessante Grabungszone ausfindig
zu machen, in dem sich Material aus der Zeit zwischen dem Ende des 7. und dem 5.
Jahrhundert v. Chr. fand. Alles deutet stark auf eine Heilige Stätte hin, die
wohl einst ein ländliches oder Grenz-Heiligtum war, vielleicht verbunden mit
dem Kult des Wassers. Dies vor allem deshalb, weil sich noch heute in geringer Entfernung
eine ständig fließende Quelle befindet, die Fundstücke darüber
hinaus vor allem aus Behältern für Flüssigkeiten bestehen.
Zwischen
anderen Artefakten (Kleinkeramik mit Votivcharakter, Tafelkeramik mit schwarzer Lackierung)
fanden sich auch verschiedene Münzen, die in Crotone, Metapont und Sybaris geprägt
worden sind. Das Auffinden zahlreicher Ziegelscherben ist eine weitere Bestätigung
für die Existenz eines Gebäudes mit festem Dach. Es wurden auch sieben
Stätten unterschiedlicher Größe gefunden, bei denen Überreste
von alten Gebäuden ans Tageslicht kamen, darunter eine Art Werkstatt, von der
aus die nahegelagenen Tonlagerstätten ausgebeutet wurden.
Detailliertere
Informationen stellen wir unseren Gästen gerne zur Verfügung, führen
sie auch im Ausgrabungsgelände umher.
Die
Oberste Archäologische Behörde Italiens veranstaltet jedes Jahr Forschungs-Sommercamps,
bei denen man unmittelbar eine Ausgrabung und die Restaurierung der Fundstücke
miterleben kann. Unser Agro-Campingplatz bietet den Gästen die Möglichkeit,
an diesen archäologischen Camps teilzunehmen. Man muß kein Experte auf
dem Gebiet sein, es reicht das Interesse am Gegenstand, der Respekt vor den alten
Kulturgütern und die Bereitschaft, in der Gruppe zu arbeiten. Für das 2004-Camp
haben sich bereits einige ausländische Gäste angemeldet, vor allem Franzosen.
Wenn auch Sie gerne dieses wunderbare Abenteuer Archäologie erleben wollen,
schreiben wir Sie gerne ein.
|
 |
MYTHOLOGIE
UND LEGENDEN
"Ich
war eine der achäischen Nymphen und niemand warf die Netze besser aus als ich
und ich liebte die Wälder..."
So
erzählte Ovid ( Metamorphosen Vers 572 ff.) die Geschichte der Umwandlung in
der Quelle der Aretusa, einer Najade, einer Tochter des Meeresgottes Nereus und Doris.
In der klassischen griechischen Literatur waren die Orte, die durch die Schönheit
der Natur bezauberten, von Nymphen bewohnt, Dienerinnen von Diana, der Göttin
der Wälder. Jede von ihnen übte sehr verschiedene Funktionen aus.
Die
Najaden bewohnten die Quellen und stellten damit sicher, daß diese nie versiegten.
Die von den Najaden geschützten Gewässer wurden als der Göttin lieb
und teuer betrachtet. Einige hatten heilende Kräfte, einige sollten mystische
Visionen hervorrufen und wurden als heilige Orte verehrt. Die schönste der Nymphen
aber war Egeria, aus deren Vereinigung mit dem Sonnengott Helios die drei Grazien
hervorgingen. Aretusa war wohl Teil des Hofstaates der Artemis, Arocha wurde, nachdem
sie von einem Hirten beleidigt worden war, wurde von der Sonne, die sich im Fluß
Crochio spiegelte, der diese Gegend durchfließt, verwandelt. Deswegen bezeichnete
diesen Fluß auch der Historiker Plinius mit dem Ehrennamen Arocha: "Amnes
navigabiles sunt Crotalus, Arocha" und
tatsächlich galt der Fluß früher in der Nähe seiner Mündung
als schiffbar.
Die Nymphen gibt es überall auf der
Welt, aber um das Mittelmeer herum ist es besonders
wahrscheinlich, sie zu erblicken oder ihre Gegenwart
zu erspüren.
An einem Ort von außergewöhnlicher Schönheit
wie diesem könnten Sie vielleicht soviel Glück
haben, der Nymphe zu begegnen, welche die Quelle Acqua
di Friso bewacht...
“Antiquarium
Cropani”
Bildergalerie: Die
archäologische Ausgrabungsstätte
|
|